Tiere zur Silvester-Böllerei der Menschen: „Es ist einfach nur die Hölle!“

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Liebe Leute, es geht auf Silvester zu. Seit Jahren mehren sich die Stimmen, die Böllerei an Silvester abzuschaffen.

Fragt mal die Vögel, die Haus- und Wildtiere! Für sie ist das jedes Jahr mit schlimmsten Todesängsten verbunden.

Wir haben ohnehin einen riesigen Schwund an Singvögeln, Igel sind vom Aussterben bedroht, wir erleben das größte Artensterben seit Millionen von Jahren.

Was hat das jetzt mit der fröhlichen Tradition der Menschen zu tun, das neue Jahr mit Raketen und Co. zu begrüßen?

Es ist so: Die Knallerei weckt Igel aus dem Winterschlaf. Die Armen wachen in Panik auf, rennen aus ihrem Unterschlupf, finden dann nicht mehr zurück, und erfrieren und verhungern auf erbärmliche Art und Weise.

Vögel erschreckt das Geballer so sehr, dass sie in Todesangst bis zu 1000 Meter hoch fliegen. Dabei verbrauchen sie ihre so dringend benötigten Fettreserven. Im Winter können sie diese nicht mehr auffüllen, und verhungern dann sehr oft gegen Ende des Winters. Weil ihnen eben die im Körper gespeicherte Energie nicht mehr reicht, bis es im Frühling wieder ein – zumindest halbwegs – ausreichendes Nahrungsangebot gibt.

Durch Insektensterben ist es für die Vögel selbst in den warmen Monaten schon schwer genug, über die Runden zu kommen. Wenn dann noch das bisschen Energie, das sie sich anfuttern konnten, zum Neujahr bereits aufgebraucht ist, ist die Chance gering, dass sie vom neuen Jahr mehr erleben als wenige Wochen.

Würde man die Tiere fragen, wären sie auf jeden Fall entschieden gegen diese menschliche Unart, Silvester zu feiern. Angesichts der aktuellen Situation unserer gesamten Umwelt, ist es höchste Zeit, uns den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Das bisschen Natur, das uns noch bleibt, sollten wir mit aller Macht beschützen. Es scheint, als wäre vielen Menschen immer noch nicht klar, dass wir nur einen einzigen Planeten haben. Und dass jede ausgestorbene Art unwiederbringlich verloren ist.

Wir haben das Ökosystem der Welt schon so sehr durcheinander geschüttelt, es darf nicht mehr schlimmer werden.

Aber wisst Ihr was? Das alles sind fromme Wünsche. Die meisten Leute, die ich kenne, sind selbst heute, bei der erdrückenden Beweislast gegen die Menschheit, noch nicht bereit, ihr Leben auch nur einen Millimeter zu ändern. Sie fliegen in ferne Länder, kaufen weder Fairtrade-Produkte, noch verzichten sie auf Plastik und Verpackungen, konsumieren, fahren überdimensionierte Autos, ziehen Markenklamotten an, die genau wie alle Fast-Fashion-Sachen, in Sweat-Shops in Fernost produziert werden. Der einzige Unterschied sind aufwändig, aber nicht weniger umweltschädlich produzierte Stoffe, und dass die Kleidung bei Zuschneiden in kleineren Stapeln bearbeitet wird. So gibt es weniger Verschnitt und einen etwas höheren Preis. Etwas höher, denn den Gewinn bekommen mitnichten die Arbeiterinnen an den Nähmaschinen, als die Chefs, Desinger und Werbetreibenden der Labels.

Es ist eine dramatische Situation in der Welt. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir theoretisch noch freiwilligen Verzicht üben könnten. Ha! Freiwilliger Verzicht! Eine kleine Fernreise nicht zu machen, wird ganz sicher nicht die Welt retten! Ein kleineres Auto kaufen spielt doch gar keine Rolle, bei den riesigen Mengen an Abgas und Abfällen, die die Industrie produziert! Und überhaupt: Schau mal nach China, oder in irgendwelche anderen Länder! Die sind alle viel schlimmer! Es bringt doch eh alles nichts, und man lebt doch nur einmal, oder?!

Stimmt. Und so ein Vögelchen lebt auch nur ein Mal, und das möglicherweise auch nur sehr kurz, wenn es am 31.12. vom Ast hochschreckt und in Todesangst um sein Leben fliegt.

Hat den der Vogel weniger Recht auf sein Leben, als Ihr auf Eure – mit Verlaub – bescheuerte Böllerei?

Ich hab früher auch geböllert. Alle haben geböllert. Da war mir das auch alles gar nicht bewusst.

Heute ist das anders. Seit ich weiß, welchen überdimensionalen Schaden dieser unbewusste Schwachsinn anrichtet, habe ich damit aufgehört.

Vielleicht macht es für die Welt keinen Unterschied, ob ein paar Vögel und Igel mehr oder weniger durch den Winter kommen.

Aber fragst Du den Vogel oder den Igel, der unschuldig zu einem fürchterlichen, grausamen Tod verurteilt worden ist, macht es für dieses eine Tierchen einen großen, ja lebensentscheidenden Unterschied.

Willst Du der Mensch sein, der ihm den Todesstoß versetzt, oder der, der dafür verantwortlich ist, dass er auch im nächsten Sommer Dein Leben mit seinem Gesang erhellt?

Es ist Deine Entscheidung.

Und mir ist schon klar, dass ein Vogel und ein Igel nicht reden können.

Aber versetz´ Dich mal in die gleiche Lage. Dann weißt Du, was die Natur will. Dann weißt Du plötzlich, dass Du einen Unterschied machen kannst.

Dann weißt Du plötzlich, was die Tiere Dir sagen – und das ganz ohne Worte zu verwenden!

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